Das 6.Semesterprotokoll

Martin Heideggers Oberseminar "Zum Wesen der Sprache"


 

 The light dove, in free flight cutting through the air the resistance of which it feels, could get the idea that it could do even better in airless space. Likewise, Plato abandoned the world of the senses because it posed so many hindrances for the understanding, and dared to go beyond it on the wings of the ideas, in the empty space of pure understanding. He did not notice that he made no headway by his efforts, for he had no resistance, no support, as it were, by which he could stiffen himself, and to which he could apply his powers in order to get his understanding off the ground.

 

 


Teil eins


Das goldene Zittern


Teil zwei

Vorankündigung


 

Ein Doppelporträt.

Fragmente zur Synthese der Kristalle und zur Analytik einer historische Betrachtungsweise.

 

 

Hermann Ritzel These „Über analytische Urteile“, wurde 1916, nach Ritzels Tod im Ersten Weltkrieges, in Husserl Jahrbuch für Philosophie und phänomenologische Forschung veröffentlicht. Die Abhandlung beginnt mit einer nüchternen, nichtemphatischen Einstige in Kants analytischer Urteilstheorie und endet mit einer Betrachtung empirischer Daten als (einzig möglichen und sicher verifizierbaren) ebenso charakterisierenden Bezeichnungen von Eigennamen.

Zu Hermann Ritzels Biographie lässt sich kurz sagen, daß er, geboren am Mai 1880, seine Studien 1899 in Heidelberg aufgenommen,  in München bei Alexander Pfänder weiterstudiert, bis er, aus unklar gebliebenen Gründen gezwungen, 1905 seine Studien mehrere Jahre unterbrach, um sie um 1911 wieder aufzunehmen und 1913 sowie 1914 zwei Doktorthesen einreichte, deren erste von Alexander Pfänder abgelehnt worden war und die zweite eben jene schon genannte über „synthetische Urteile a priori“ betraf.

Die Tatsache, dass der Titel “Über analytische Urteile” auf die Frage verweist „Sind synthetische Urteil a priori möglich“ in Immanuel Kants eigenen Worten – die Frage nach der eigentlichen Möglichkeit von Naturwissenschaft  ist, könnte eine erste Anregung zu einer Frage nach dem naturwissenschaftlichen Hintergrund von Hermann Ritzel sein. Während seiner Studien der Philosophie und Literatur in München, habe er, so gibt er selber an, Vorlesungen von Conrad Röntgen wie auch Vorlesungen zur Wirtschafts- Wissenschaft bei Lujo Brentano gehört zu haben und  zu Kunst bei Wölfflin.

Sein Bruder Albert Ritzel, nach einem Studium der Chemie bei H.Freundlich und W.Ostwald in Leipzig, erhielt 1908 die Möglichkeit, am Muspratt Laboratory Liverpool und an der TU Manchester ein Forschungssemester zu absolvieren, deren Ergebnisse in eine Copublikation mit Ernest Rutherford einflossen, der 1908 den Nobelpreis für seine Arbeiten zum Atom erhalten und im selben Jahr in Manchester eingetro en war. 1911 mit einer Privatdozentenstelle in Jena ausgestattet, wandte sich dort Albert Ritzel Mineralogie zu.

 

 


In Vorbereitung